Kennzahlen
Die Ausgangslage
Bis 2033 wächst die erwerbsfähige Bevölkerung des Irak um schätzungsweise 7,4 Millionen Menschen. Diese Menschen brauchen nicht irgendeine Ausbildung, sondern eine, die zu vorhandenen und entstehenden Tätigkeiten passt.
Die berufliche Bildung im Irak steht vor einer strukturellen Herausforderung: Die Verbindung zwischen Ausbildungsinhalten und betrieblicher Praxis ist schwach ausgeprägt. Ausbildung findet überwiegend schulisch statt, Betriebe sind kaum eingebunden. Das Ergebnis sind Abschlüsse, denen die praktische Anschlussfähigkeit fehlt.
Unser Ansatz
Hier liegt die naheliegendste deutsche Erfahrung überhaupt: Das duale System verbindet Betrieb und Berufsschule strukturell. International wird es unter dem Begriff TVET (Technical and Vocational Education and Training) als Referenzmodell diskutiert.
Wir sind uns bewusst, dass sich dieses System nicht übertragen lässt. Es beruht auf Kammern, Betriebstraditionen und rechtlichen Rahmenbedingungen, die im Irak so nicht existieren. Übertragbar sind aber die Prinzipien: die Einbindung von Betrieben, die Standardisierung von Abschlüssen, die Qualifikation der Ausbilderinnen und Ausbilder.
Wir fördern Erziehung sowie Volks- und Berufsbildung durch praxisnahe Weiterbildungs- und Qualifizierungsangebote und durch die Zusammenarbeit mit Bildungseinrichtungen in Deutschland und im Irak.
Während unser Schwerpunkt Wissenstransfer einzelne Fachkräfte qualifiziert, richtet sich dieser Schwerpunkt an Bildungsangebote und -einrichtungen — also an die Struktur, aus der Qualifikation dauerhaft entsteht.
