Kennzahlen
Die Ausgangslage
Der Irak ist kein armes Land. Er ist ein Land mit erheblichen Ressourcen und einer Infrastruktur, die Jahrzehnte von Krieg, Sanktionen und unterbrochener Instandhaltung hinter sich hat. Das betrifft Stromnetze ebenso wie Schulen, Wasserleitungen und Verwaltungen.
Die Folge ist paradox: Nicht der Mangel an Mitteln ist der Engpass, sondern der Mangel an funktionierenden Strukturen, in denen Mittel Wirkung entfalten. Genau deshalb ist Entwicklungszusammenarbeit im Irak vor allem eine Frage von Planung, Durchführung und lokaler Verankerung — nicht von Volumen.
Unser Ansatz
Wir planen und führen Infrastruktur- und Bildungsprojekte im Irak durch. Zwei Prinzipien sind uns dabei wichtig.
Ein Projekt ohne lokale Trägerschaft endet mit der letzten Rate. Wir arbeiten deshalb grundsätzlich mit irakischen Partnerorganisationen und Institutionen, die das Vorhaben nach Abschluss weiterführen.
Der häufigste Grund für gescheiterte Kooperationen zwischen Deutschland und dem Irak ist nicht fehlender Wille, sondern fehlendes Verständnis für die Arbeitsweise der anderen Seite — Erwartungen an Dokumentation, Zeitplanung und Entscheidungswege unterscheiden sich erheblich. Diese Vermittlungsleistung ist ein Kernbeitrag unseres Vereins.
Unser Schwerpunkt liegt auf zwei Feldern: Verbesserung der Energieversorgung und Verbesserung des Bildungssystems. Beides sind Bereiche, in denen sich Investitionen unmittelbar in Lebensqualität und Perspektiven übersetzen.
